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Foren - Fragen von Angehörigen - Meine Mutter (69 Jahre) trinkt fast täglich Alkohol, zudem nimmt sie immer wieder Benzodiazepine ein, da sie Schlafprobleme hat. Was kann ich tun? Wo finde ich Hilfe?

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Meine Mutter (69 Jahre) trinkt fast täglich Alkohol, zudem nimmt sie immer wieder Benzodiazepine ein, da sie Schlafprobleme hat. Was kann ich tun? Wo finde ich Hilfe?

Frage gestellt von: SafeZone-User (w, 46)
04.01.2019, 10:30 Uhr

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04.01.2019, 10:35 Uhr
Reaktionen aus dem Umfeld sind hilfreich, damit Betroffene ihren Konsum verändern können. Als nahestehende Person können Sie nützliche Impulse geben, indem Sie das Gespräch aktiv suchen, anstatt das Thema zu meiden. So fühlt sich Ihre Mutter ernst genommen und ist vielleicht bereit, sich Gedanken zum eigenen Konsum zu machen und sich Fragen zu stellen: «Da macht sich jemand Sorgen. Ist mein Alkoholkonsum vielleicht wirklich ein Problem? Konsumiere ich Medikamente zu einem anderen Zweck als sie vorgesehen sind?» Es kann sein, dass schon ein erstes Gespräch Ihre Mutter dazu motivieren kann, etwas zu verändern.

Oft aber brauchen Betroffene eine Weile, manchmal eine lange Zeit, bis sie etwas unternehmen. Als Tochter können Sie, wenn Sie hinschauen und zu guten Gelegenheiten immer mal wieder das Gespräch suchen, Wichtiges tun. Sie sollten aber auch darauf achten, sich vom Problem nicht zu sehr vereinnahmen zu lassen. Tragen Sie auch zu sich selbst Sorge. Letztlich muss Ihre Mutter selbst eine Veränderung wollen. Sie können zwar Impulse geben und motivieren, aber zu einer Veränderung zwingen können Sie niemanden.

Eine erste Anlaufstelle bei Alkohol- und Suchtproblemen sind die lokalen Suchtberatungsstellen. Die meisten Fachstellen haben Programme zum kontrollierten Trinken in ihre Angebote integriert und bieten therapeutische Unterstützung bei verschiedenen Suchtproblemen. Die Angebote stehen in der Regel auch Angehörigen von Suchtbetroffenen zur Verfügung. In unserer Datenbank «Hilfe vor Ort» unter https://www.safezone.ch/suchtindex.html finden Sie Informationen und Adressen von Suchthilfeinstitutionen in der Schweiz. Es besteht die Möglichkeit, die Angebote nach Altersgruppen und weiteren Kriterien auszufiltern. Viele Betroffene sowie auch Angehörige finden zudem die Unterstützung durch Selbsthilfegruppen sehr entlastend (Adressen siehe https://tinyurl.com/selbsthilfe-aeltere-menschen ). Eine weitere Option ist die Mailberatung von SafeZone.ch, wenn Sie lieber anonym bleiben und Suchtfachleute über das Internet kontaktieren möchten – das Angebot steht ebenfalls Angehörigen offen.

Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol und Schlaf- und Beruhigungsmitteln verstärkt bestimmte Wirkungen der Medikamente und des Alkohols und kann zu unerwünschten Wechselwirkungen führen. Unter anderem kann die Aufmerksamkeit sehr stark eingeschränkt werden, die Unfall- und Sturzgefahr nimmt deutlich zu. Hausärzte und Hausärztinnen, respektive die behandelnden Ärzte sollten insbesondere dann konsultiert werden, wenn Fragen zum Medikamentenkonsum im Vordergrund stehen, Alkohol und Medikamente gleichzeitig eingenommen werden oder falls gesundheitliche Beschwerden auftreten.

Weitere Informationen finden Sie auch unter https://www.alterundsucht.ch/
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