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Mein Freund kifft

Beiträge

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30.11.2017, 10:59 Uhr
Ich bin nun zwei Jahre mit meinem Freund zusammen und seitdem kenne ich ihn nur als Kiffer. Anfangs sagte ich immer es stört mich nicht, doch das tat es. Ich bin dann heim gekommen und er meinte zu mir, dass er aufhören möchte, obwohl ich dachte das er dies schon tat. Nein falsch gedacht, aber dann wurde mir erst klar wie ernst es war und ich zuckte total aus. Nun mach er seit 3 Wochen Entzug und hatte 2 mal einen Rückfall. Ich weiß nicht wie ich mit diesen Umgehen soll? Mich macht alles psychisch kaputt, aber ich liebe ihn so sehr. Was soll ich tun? *crying*
30.11.2017, 17:14 Uhr
Liebe asdf1234
Herzlich willkommen im Forum!
Man sagt ja, Liebe mache blind. Ein Stück weit trifft dies wohl auch auf Ihre Beziehung zu. Sie trafen einen Mann der regelmässig kifft. Am Anfang war das vielleicht nicht so schlimm, Sie waren ja verliebt. Aber insgeheim störte es Sie doch. Nun will er aufhören und schafft es nicht auf Anhieb. Das stresst Sie enorm.
Aus Sicht der Beraterin sage ich Ihnen, dass kaum jemand je von einer Substanz los gekommen ist ohne rückfällig zu werden. Das gehört dazu. Wichtig ist, dass der Wunsch nach Konsumfreiheit bleibt und ein neuer Anlauf genommen wird. Mit etwas Beharrlichkeit kann der Erfolg durchaus eintreten.
Im Moment ist der Druck aber gross, das ist Ihren Zeilen zu entnehmen. Deshalb empfehle ich Ihnen die Mailberatung von SafeZone. Eine Fachperson kann Sie so auf Ihrem Weg begleiten und Sie professionell unterstützen.
Hat jemand aus der SafeZone Community ähnliche Erfahrungen gemacht? Beiträge sind willkommen.
11.02.2018, 18:53 Uhr
Hm.. Habe nicht das selbe aber ich habe stark gekifft wo ich mit meinem Freund zusammen kam , ihn hat es von Anfang an gestört und ich habe versucht aufzuhören was mir aber nicht leicht gefallen ... Bei mir war es so wenn er nicht bei mir war habe ich gekifft durchgängig so bald er bei mir war nicht.. Es hat sehr viel Zeit gebraucht bis ich es jetzt geschafft habe auch ohne ihn nicht in das kiffen zu fallen... Es hat bis ein und ein halbes Jahr gedauert bis ich es geschafft habe... Habe es selber geschafft also ich brauchte keine Beratungsstelle für mein Suchtproblem. Das Problem liegt meistens immer darin das man sich es einredet das man konsumieren muss, so war es bei mir... Wenn man die Gedanken geschafft hat abzustellen ist alles einfacher ...
Cannabiskonsum war für mich nie was schlimmes, aber der weg bis hier hin auch alleine nicht zu kiffen war sehr schwer.
Ich rauche ab und zu trotzdem mal ein (grob geschätzt einmal im Monat) das beruht sich aber auf Gegenseitigkeit ...
Liebe Grüße
11.02.2018, 22:14 Uhr
Hallo Olyna

Willkommen in unserem Forum. Sie schreiben etwas ganz Wichtiges: das Aufhören gelingt nur, wenn die ganz klare Absicht dazu besteht. Das gilt für Cannabis genauso wie für andere Drogen.

Sie haben es geschafft, das starke Kiffen einzustellen, und das ganz ohne Hilfe von aussen. Kompliment! Das war ein ziemlich schwerer Weg für Sie. Sie mussten die Routine durchbrechen, aufhören, davon zu „profitieren“ und durchgehend zu kiffen, wenn Ihr Freund nicht da war.

Ein unerwünschtes Verhalten nachhaltig zu verändern braucht Zeit sowie den starken Willen, dranzubleiben. Ihr Beispiel zeigt, dass ein Suchtausstieg nicht einfach ist, aber durchaus gelingen kann, wenn jemand wirklich dazu bereit ist und nicht aufgibt.

Danke für Ihren Beitrag, der sicherlich andere Konsumierende motiviert, den Versuch eines Konsumstopps zu wagen und Angehörigen zeigt, dass es manchmal ganz viel Geduld braucht, jedoch nicht zwingend ein schlechtes Zeichen ist, wenn nicht alles auf Anhieb nach Wunsch läuft.

Gibt es andere User, die ähnliche - oder auch ganz andere - Erfahrungen beim Konsumstopp gemacht haben? Wie sind die Angehörigen mit Rückfällen umgegangen? Es wäre spannend, Eure Beiträge zu lesen!
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