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Foren - Forum für Angehörige - Coping Mechanismen

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Coping Mechanismen

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21.11.2017, 22:57 Uhr
Hallo zusammen :)

Was mich wunder nimmt ist, wie geht ihr mit dem Frust um? Was macht ihr, damit ihr nicht heulend in der Ecke hockt oder euren Partner anschreit wieso er das Trinken nicht endlich sein lässt, wenn ihr merkt, dass er mal wieder zu viel getrunken hat?
Und was nervt euch am meisten an der ganzen Situation?
Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen und Tipps!
Ich selbst bin gerade sehr gefrustet... gerade versuche ich eine neue Stfategie und zwar icht immer auf dem Thema Alkohol rumzureiten. Heute Abend hane ich wiedermal gemerkt er hatte einfach zuviel... abe rich hab mich zusammengenommen und nichts gesagt. Klar ich war nicht der Sonnenschein in Person, aber habe keine Vorwürfe gemacht, nicht nachgefragt etc...und der Herr, der angetrunken immer sehr empfindlich ist, ist der der Schlussendlich davon gestampft ist weil er anscheinend genervt ist aber nicht sagen kann wieso.
Und nun sitzt ich hier, der Puls auf 180 und total gefrustet. Also für mich fühlt sich das nichts zum Alkohol sagen gerade icht viel besser an als zu "nörgeln" :(
Deshalb dachte ich mir wir könnten ja hier gemeinsam Dampf ablassen.....ich gehe davon aus euch geht es ähnlich..

Liebe Grüsse
Viscera
05.01.2018, 22:39 Uhr
Gar keine Inputs oder Feedback?
06.01.2018, 15:20 Uhr
Liebe Viscera

Sie haben vor längerer Zeit ein Posting im Forum geschrieben und müssen jetzt feststellen, dass niemand darauf reagiert hat. Tut mir leid, das ist sehr schade. Verständlich, dass Sie das ein wenig enttäuscht.

Leider hat sich bei SafeZone bis heute keine wirkliche Community gebildet. Das ist uns bewusst, daher planen wir, das Forum in den nächsten Monaten ein bisschen anzupassen.

Ich befürchte fast, dass Sie auch in den nächsten Tagen weder Feedbacks noch Inputs von anderen Angehörigen erhalten werden. Wenn ich Ihre Zeilen lese stelle ich mir jedoch vor, dass der Umgang mit einem trinkenden Partner für Sie ein wichtiges und zeitweise recht belastendes Thema ist. Möchten Sie sich stattdessen mit einer Fachperson über Ihre Fragen und die frustrierenden Situationen, die Sie mit dem Partner erleben, austauschen? Falls ja, melden Sie sich doch für eine Mailberatung an!

Alles Gute und freundliche Grüsse

Helen
16.01.2018, 05:03 Uhr
Liebe Viscera,
ich bin neu hier, daher sehe ich deinen Beitrag erst jetzt.
Ich kann so gut verstehen, wie du dich fühlst!

Bei mir ist es so, dass meine Mutter sich tatsächlich so lange zusäuft, bis sie "einschläft"/nicht mehr wirklich ansprechbar ist.
Wenn das eintrifft, gehe ich in einen anderen Raum, lasse aber die Türe offen, damit ich höre falls sie aufsteht oder so.
Ich lese dann ein gutes Buch, höre ein Hörbuch, schaue meine Lieblingsserie auf DVD oder einen tollen Film, einfach um nicht daran denken zu müssen.

Das ist sicher nicht die beste Art, damit umzugehen, aber eine andere habe ich noch nicht gefunden!

Deinen Frust, dass weder nörgeln noch das Problem ignorieren etwas hilft, kann ich gut verstehen. Mir geht es ähnlich und ich glaube, schlussendlich ist es egal was WIR tun, denn WIR sind ja nicht das Problem - verstehst du, was ich meine?
Denn dein Partner/meine Mutter trinken ja, egal, was wir tun.

Ich lebe leider auf dem Land, deshalb gibt es für mich keine Möglichkeiten, weg zugehen.
Aber vielleicht kannst du ja abends in's Fitnessstudio gehen oder in's Kino oder zu einer Freundin, wenn dein Partner mal wieder einmal zu viel hatte?
Ich ziehe auch oft meine Joggingschuhe an und laufe eine Runde, um mich abzureagieren. Denn weder schreien, noch heulen, noch rationales Reden hat bei mir je etwas geholfen...

Ich hoffe es geht dir gut und deine Situation wird sich bald bessern! Ich drücke dir auf jedenfall die Daumen!
16.01.2018, 11:26 Uhr
Liebe Eleina

Vielen Dank für Ihren Beitrag und die hilfreichen Vorschläge, wie die ständige Anspannung ein bisschen gelöst werden kann!

Helen
19.03.2018, 10:16 Uhr
Hallo :)

Ich war lange nicht mehr da und hab deshalb die Antworten erst jetzt gesehen...
Danke viel mal!

@Elaina: Danke für deine Worte! Es tut gut von jemanden zu hören der in der selben Situation ist. Ich verstehe was du meinst....und auch das WIR nicht das Problem ist. Was ich nach wie vor nicht verstehe ist wieso WIR nicht Grund genug sind, dass deine Mutter / mein Partner sich am Riemen reissen und aufhören WOLLEN.
Ich wohne auch auf dem Land.... ;) aber sowieso in der Situation wenn er angetrunken ist und ich genervt weil er angetrunken ist kommt es oft zu heftigen Streits. Er kann es dann auch nicht gut sein lassen... gut ich wahrscheinlich manchmal auch nicht.. wir können dann nicht miteinander aber auch nicht ohne einander :(
Ich wünsche dir auch nur das Beste!!! Und das deine Mutter die Kurve kriegt und endlich ihr Leben selbst in die Hand nimmt!

@Helen: Momentan überlege ich mir wieder Hilfe zu holen... oder in eine Selbsthilfegruppe zu gehen. Aber ich zögere, weil ja eben eigentlich nicht ich das Problem bin. Mein Ziel ist es, dass er vom Alkohol weg kommt und das werde ich wahrscheinlich nicht erreichen dadurch, dass ich in Therapie gehe...ABER ich bräuchte Anweisungen wie ich richtig mit ihm Umgehe, damit es nicht noch schlimmer wird..

Liebe Grüsse
Viscera
19.03.2018, 20:03 Uhr
Hallo Viscera

Schön, haben Sie die Antworten im Forum nach längerer Zeit noch entdeckt!

Sie schreiben über Ihr Zögern, sich Hilfe zu holen, weil es ja nicht Ihr Alkoholproblem ist. Ich verstehe dieses Argument gut. Weil Sie aber als Partnerin unter dem Trinken des Freundes leiden, sind Sie mitbetroffen. Daher stelle ich mir vor, dass es für Sie lohnenswert wäre, fachliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Eine Angehörigenberatung bewirkt nicht, dass jemand mit dem Konsum aufhört, das stimmt. Das ist aber auch nicht das Beratungsziel, denn es soll in der Beratung um Sie und Ihre Bedürfnisse gehen. Gefühle von Frust und Enttäuschung, die Sie beschreiben, sind belastend. Es kann hilfreich sein, mit einer Fachperson zu besprechen, wie Sie sich gut abgrenzen können, damit die Folgen des Alkoholkonsums Ihre Lebensqualität nicht dermassen beeinträchtigen.

Indirekt kann es einen Einfluss auf das Trinkverhalten des Partners haben, wenn Sie sich mit Ihrer Rolle in der Beziehung auseinandersetzen und sich anders verhalten, als er es gewohnt ist. Im besten Fall regt ihn das an, über seine Konsumgewohnheiten nachzudenken und motiviert ihn, etwas zu verändern.

Aus diesen Gründen ermutige ich Sie, den Schritt zu wagen und Kontakt mit einer Beratungsstelle oder einer Selbsthilfegruppe aufzunehmen!

Alles Gute

Helen
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