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Foren - Fragen von Angehörigen - Wie soll ich mit dem Kokskonsum von meinem Lebenspartner umgehen. Er wird dann häufig aggressiv und hat mich auch schon geschlagen. Jetzt bin ich wieder im 5. Monat schwanger. Er sagt, er brauche das Koks, um unsere 20 Monate alte Tochter und mich zu ertragen. Wie kann ich ihn zum Entzug überreden?

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Wie soll ich mit dem Kokskonsum von meinem Lebenspartner umgehen. Er wird dann häufig aggressiv und hat mich auch schon geschlagen. Jetzt bin ich wieder im 5. Monat schwanger. Er sagt, er brauche das Koks, um unsere 20 Monate alte Tochter und mich zu ertragen. Wie kann ich ihn zum Entzug überreden?

Frage gestellt von: SafeZone-User (w, 28)
02.05.2019, 15:08 Uhr

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02.05.2019, 15:10 Uhr
Als Mutter eines Kleinkindes und bald eines Säuglings wünschen Sie sich wohl einen fürsorglichen liebevollen Partner, Sicherheit und Unterstützung. Ihr Partner gibt Ihnen diese Geborgenheit zurzeit nicht. Im Gegenteil, er behandelt Sie sehr schlecht. Ich vermute, dass Sie wohl trotzdem Gründe haben, es in dieser Situation auszuhalten.
Kann es sein, dass Sie darauf hoffen, dass es einmal anders und besser werden könnte?
Möglicherweise haben Sie Angst davor, Ihren Partner direkt auf seinen Konsum anzusprechen, weil er aggressiv reagieren und alles abwiegeln könnte? Eine der Nebenwirkungen vom regelmässigen Kokainkonsum ist übrigens eine erhöhte Aggressivität. ..
Sicherlich ist es günstig, mit ihm über einen Entzug zu reden, wenn er gerade nicht konsumiert hat. Denn wenn er unter dem Einfluss von Drogen steht, sind seine Reaktionen schwerer vorherzusehen. Um sich und die Kinder zu schützen, ist es besser, sich dann zurückziehen und ihm aus dem Weg gehen. Wenn er Sie nämlich jetzt schlägt, dann schlägt er auch das ungeborene Kind.
Vielleicht ist es am einfachsten, wenn Sie mit Ihm dieses Gespräch ausser Haus führen, auf einem Spaziergang oder an einem ruhigen Ort. Sie könnten sich mit ihm verabreden für dieses Gespräch und vielleicht kann jemand in dieser Zeit auf Ihre Tochter aufpassen, damit Sie sich auf das konzentrieren können, was Sie mitteilen wollen. Wissen Sie schon, was genau Sie ihm mitteilen möchten? Schreiben Sie es sich am besten vorher auf. Das bringt etwas mehr Sicherheit und Klarheit.
Gibt es Menschen, die Sie unterstützen können wie z.B. Eltern, Freundinnen, Verwandte vielleicht sogar seine Mutter? Manchmal kann es auch hilfreich sein, die Situation mit Menschen zu besprechen, die man nicht kennt z.B. in einer Suchtberatung, die auch für Angehörige ein offenes Ohr hat. Unter diesem Link finden Sie alle Adressen von Suchtberatungsstellen in der Schweiz. https://suchtindex.infodrog.ch/de
Falls Ihr Partner Sie wieder schlägt, rufen Sie die Polizei und wenden Sie sich unbedingt an eine Opferberatungsstelle. Eine Adressliste finden Sie unter http://www.sodk.ch/fachbereiche/familie-und-gesellschaft/opferhilfe/wwwopferhilfe-schweizch/adresslisten/#c1436
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