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Foren - Fragen zum eigenen Konsum oder Suchtverhalten - Ich rauche seit Jahren gerne 3 bis 4 Joints pro Tag. Da ich Sozialhilfeempfänger geworden bin, reicht das Geld dafür nicht mehr und ich mache Schulden. Ich denke, dass ich mit dem Kiffen aufhören muss. Davor habe ich Angst und ich weiss nicht wie ich das schaffen soll. Haben Sie einen Rat?

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Ich rauche seit Jahren gerne 3 bis 4 Joints pro Tag. Da ich Sozialhilfeempfänger geworden bin, reicht das Geld dafür nicht mehr und ich mache Schulden. Ich denke, dass ich mit dem Kiffen aufhören muss. Davor habe ich Angst und ich weiss nicht wie ich das schaffen soll. Haben Sie einen Rat?

Frage gestellt von: SafeZone-User (m, 44)
22.05.2020, 08:45 Uhr

Antworten

22.05.2020, 08:50 Uhr
Alte Gewohnheiten lassen sich manchmal gar nicht so leicht verändern. Vor allem, wenn man sie nicht freiwillig ablegen will. Und wenn man sich dazu gezwungen sieht, weil das Geld für den alten Lebensstil nicht mehr reicht, dann kann das schon recht hart sein. Wer von der Unterstützung der Sozialhilfe leben muss, kann sich Genussmittel wie Tabak, Alkohol oder Cannabis oft nicht mehr leisten.
Wie so oft wachsen aber aus solchen Krisen auch Chancen. Gerade was den Umgang mit bewusstseinsverändernden Substanzen angeht, kann sich der verminderte Konsum oder gar der komplette Verzicht letztlich positiv auf die gesamte Lebenssituation auswirken. Nur - der Weg dahin ist oft nicht einfach.
Der Entzug von Cannabis ist zum Glück nicht gefährlich. Das macht ihn aber nicht weniger unangenehm. Einschlafstörungen, innere Unruhe und aufkommende Ängste sind die häufigsten Entzugserscheinungen. Meist treten sie am Anfang häufig auf, und erst mit der Zeit nehmen sie an Stärke und Häufigkeit ab. Da sie manchmal aus heiterem Himmel auftreten, ist das Rückfallrisiko recht hoch. Weil der Rückfall aber zu jeder Entwöhnung gehört, soll man sich davon nicht abhalten lassen und weiter am ursprünglich gefassten Ziel festhalten.
Wer täglich 3 bis 4 Joints raucht, tut das nicht mehr ausschliesslich, um es zu geniessen. Meist erfüllt die Substanz dann einen bestimmten Zweck. Deshalb ist es auf jeden Fall ratsam, sich Unterstützung zu holen, wenn eine Veränderung des Konsumverhaltens notwendig wird. Der Hausarzt / die Hausärztin oder der Psychiater / die Psychiaterin können mit klassischen Medikamenten helfen, die Entzugserscheinungen zu mildern. Auch pflanzliche Mittel können gut unterstützen. Auf einer Suchtberatungsstelle in Ihrer Nähe ( https://www.safezone.ch/suchtindex.html ) oder bei der Mailberatung von SafeZone ( https://beratung.safezone.ch/views/mailberatung/index.html ) finden Sie zudem Experten und Expertinnen, die Ihnen helfen, sich auch ohne (oder mit weniger) Cannabis gut im Leben zurecht zu finden, sich persönlich weiter zu entwickeln und zu der Ausgeglichenheit zurück zu finden die früher vorhanden war..
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